{"id":1706,"date":"2011-09-24T11:31:22","date_gmt":"2011-09-24T11:31:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ullarike.de\/?p=1706"},"modified":"2011-09-25T12:23:49","modified_gmt":"2011-09-25T12:23:49","slug":"bereust-dus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ullarike.de\/?p=1706","title":{"rendered":"Bereust Du&#8217;s?"},"content":{"rendered":"<p>Der Tag beginnt damit, dass ich an der Vorverkaufskasse des <a href=\"http:\/\/www.staatstheater-nuernberg.de\/\" target=\"_blank\">N\u00fcrnberger Staatstheaters<\/a> nur ganz schnell noch einen Gutschein und eine Konzertkarte kaufen will.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur\u00fcck zur (\u00fcbrigens recht sch\u00f6nen) U-Bahn-Station knurrt mich mein Magen nicht unfreundlich, aber doch fordernd an. In meinem Frauenhirn w\u00e4ge ich also den mir bekannten Inhalt des h\u00e4uslichen K\u00fchlschranks, das Laufen in neuen Schuhen und die mir bekannten Fr\u00fchst\u00fccksgelegenheiten ab und entscheide mich f\u00fcrs <a href=\"http:\/\/www.literaturhaus-nuernberg.de\/gastronomie.htm\" target=\"_blank\">Literaturhauscaf\u00e9<\/a>.<\/p>\n<p>Seemannsfr\u00fchst\u00fcck. Begleitet vom emp\u00f6rten Ausruf: &#8222;Fisch! Und das schon zum Fr\u00fchst\u00fcck?&#8220;, erst dann folgt das &#8222;Guten Morgen.&#8220; Und ich bin mal wieder \u00fcberrascht, dass mich die gro\u00dfe Portion \u00fcberrascht. Ich w\u00fcnsche mir dringend Lokale, die &#8222;halbe&#8220; Portionen anbieten.<\/p>\n<p>Am Nachbartisch ist das &#8222;mein Haus &#8211; mein Auto &#8211; mein Ponyhof&#8220; nicht zu \u00fcberh\u00f6ren. Die beiden Frauen entstammen offensichtlich der Filmbranche und die g\u00e4ngigen Namen werden mit einigen Phon mehr bedacht: Veronika! Till! Hans W.! Roland! Und immer dieses anf\u00e4ngliche Geringsch\u00e4tzen, um es im zweiten Halbsatz als Zugeh\u00f6riger doch wieder zu loben. Ich kann nicht immer ein Lachen unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Derweil entspannt sich an meinem Tisch folgender Gedankenaustausch:<br \/>\n&#8222;Und? Bereust Du&#8217;s?&#8220;<br \/>\n&#8222;Ich bereue grunds\u00e4tzlich erst mal gar nix. Lebensphilosophie.&#8220;<br \/>\n&#8222;?&#8220;<br \/>\n&#8222;Na wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, dann habe oder hatte ich meine Gr\u00fcnde daf\u00fcr. Vielleicht hat sich meine Meinung inzwischen ge\u00e4ndert, aber deswegen kann ich eine damalige Entscheidung nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Ich kann mich aber jederzeit neu entscheiden.&#8220;<br \/>\n&#8222;Na und wenn du damit jemanden verletzt hast?&#8220;<br \/>\n&#8222;Dann entschuldige ich mich daf\u00fcr. Die Verletzung kann mir leid tun, aber ich kann sie nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen oder gar dessen Ged\u00e4chtnis l\u00f6schen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Na und was ist dann der Unterschied zwischen etwas bereuen und sich entschuldigen?&#8220;<br \/>\n&#8222;F\u00fcr mich bedeutet bereuen, sich selbst in der Gedankenschleife was-w\u00e4re-wenn gefangen zu halten, nicht zu seinen Entscheidungen zu stehn, sich und seine Beweggr\u00fcnde zu verleugnen. Sich entschuldigen bedeutet f\u00fcr mich dagegen, dass ich \u00fcber mein Tun oder Lassen nachgedacht habe, die Konsequenzen akzeptiere, aber auch die M\u00f6glichkeite habe, etwas zu \u00e4ndern.&#8220;<\/p>\n<p>Zugegeben: Das ist nicht mein entspanntestes Fr\u00fchst\u00fcck. Da wirken die sorgf\u00e4ltig rasierten Damen am Nachbartisch doch wesentlich lockerer. \u00a0   :o)<\/p>\n<p>Nach dem Zahlen fl\u00fcchte ich mich in den <a href=\"http:\/\/www.nmn.de\/museumsladen.0.html\" target=\"_blank\">Shop<\/a> des Neuen Museums. Sehr gef\u00e4hrlich f\u00fcr den post-urlaubigen Kontostand. Doch das nahe Monatsende verspricht Besserung und verf\u00fchrt mich zum Zugreifen. Auch im benachbarten <a href=\"http:\/\/www.frankenfein.net\/\" target=\"_blank\">Hofladen<\/a>. F\u00fcr Leib und Seele ist gesorgt.\u00a0\u00a0    .o)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So. Und jetzt genie\u00dfe ich den herrlichen Altweibersommer!<br \/>\nIvy<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag beginnt damit, dass ich an der Vorverkaufskasse des N\u00fcrnberger Staatstheaters nur ganz schnell noch einen Gutschein und eine Konzertkarte kaufen will. Auf dem Weg zur\u00fcck zur (\u00fcbrigens recht sch\u00f6nen) U-Bahn-Station knurrt mich mein Magen nicht unfreundlich, aber doch fordernd an. 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