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Rike allein zu Haus

Heute war einer dieser Tage, an denen ich durch die Wohnung tigerte auf der Suche nach jemandem, der mich in den Arm nimmt und sagt: „Ich hab dich lieb.“. Aber da war niemand. Das einzige was ich fand, waren ein paar Schokoladenkekse. Die hatte ich dann zum Fressen gern …

Zum Glück klingelte gleich darauf der Postmann zweimal und brachte zwei schöne Überraschungen.

Und in der Flimmerkiste läuft Olympia. Da kann ich wieder mitfiebern und erst im Ziel fällt die Anspannung ab. Toll.

Und jetzt kommt auch noch die Sonne raus!
Na – das wird wohl doch noch ein richtig schöner Tag.   :o)

Ich geh frische Luft schnuppern.
Rike

Googol

»1949 stellten Edward Kasner und James Newman in ihrem Buch Mathematik und Vorstellungskraft der Welt die Zahl Googol vor – die Ziffer 1 gefolgt von hundert Nullen. Bedenken Sie, dass eine Milliarde nur neun Nullen hat: 1 000 000 000. Ein Googol ist

10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000

und so groß, dass wir es hier auf zwei Zeilen verteilen mussten. Der Name ist von Kasners neun Jahre altem Neffen erfunden worden und hat die Internet-Suchmaschine GoogleTM angeregt.
Obwohl ein Googol sehr groß ist, ist es nicht unendlich. Man kann ohne weiteres eine größere Zahl aufschreiben:

10 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 000 001.

Man braucht nur eins zu addieren.«

Soweit die Ausführungen zur Unendlichkeit in meinem aktuellen Buch.* Und sie laufen darauf hinaus, dass es keine unendlich große Zahl gibt, aber der Prozess des Zählens unendlich ist.** Zur Unendlichkeit steht da noch viel mehr geschrieben (u. a. ein Vergleich mit Bill Gates Bankkonto) und ich könnte wieder mal vom Hundersten ins Tausendste kommen, doch an dieser Stelle fand ich den Bezug zu den unendlichen Weiten des Internets interessant.

Google dich doch mal durch …   ;o)

 

∞-Grüße aus der Unendlichkeit des Seins
von Ulla

 

* Terry und Lynn Pratchett, Joat Enterprises, Jack Cohen: Darwin und die Götter der Scheibenwelt (deutsch 2006) = Science of Discworld 3: Darwin’s Watch (2005), S. 217 f.

** »Der Zählvorgang hört erst auf, wenn man außer Atem ist; er hört nicht auf, weil einem die Zahlen ausgegangen sind. Obwohl einem fast Unsterblichen vielleicht irgendwann das Universum ausgehen könnte, in dem er die Zahlen niederschreibt, oder die Zeit, in der er sie ausspricht.« (ebenda, S. 219)

 

Es ist schon wieder passiert: mitten rein in die seitenraschelnde Stille platzt ein fröhliches Lachen. Mein Lachen. Und ich bin jetzt auf der Suche nach jemandem, mit dem ich meine Begeisterung teilen kann …

Ich lese gerade das neu erschienene Buch „Darwin und die Götter der Scheibenwelt“. Ein Buch, das Wissenschaft im Allgemeinen und die Evolutionstheorie im Speziellen zu erklären versucht und sich dabei der Sprachfertigkeit Terry Pratchetts bedient. Dass dabei so ganz nebenbei Seitenhiebe gegen George double-u verteilt werden, spricht für die Verfasser.

Ich bin erst auf Seite 82 und könnte schon wieder seitenweise vorlesen … das hier zum Beispiel:

Doch vergessen Sie nicht: Das Interessanteste an Ihren Glaubensvorstellungen für jemanden, der sie nicht teilt, ist nicht die Frage, ob Sie Recht haben – sondern die Tatsache, dass Ihr Glaube ein Fenster zur Funktionsweise Ihres Geistes ist. „Aha, so denken Sie also!“

Die älteren Zauberer waren nicht dumm, aber man musste die Ideen sorgfältig formen, damit sie in die Löcher in ihren Köpfen passten.

Entschuldigung. Es ist schwer, fünfdimensionale Konzepte in einer Sprache zu vermitteln, die sich entwickelte, um die Affen im nächsten Baum zu verhöhnen.

So. Ich lese jetzt weiter.
Ulla

 

PS: Nächste Woche erwarte ich zwei weitere Scheibenwelt-Bücher und freue mich schon riiiiiiiiesig drauf – „Ein Hut voller Sterne“ als Nachfolger von „Kleine Freie Männer“ und „Mort. Der Scheibenwelt-Comic“ passend zu „Gevatter Tod“. Könnte also gut sein, dass ich die nächste Zeit auf diesen Seiten etwas weniger rumplappere. Vielleicht willst du ja solange zu diesem Thema in meiner Bücherecke stöbern?

 

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