Kalenderspruch
2. Februar 2006
In der Liebe sollten wir behutsam sein,
liebevoll und aufrichtig,
denn niemals liegen tiefe Zuneigung
und tiefe Verletzlichkeit so nah beieinander,
als wenn wir unser Herz öffnen.
Jochen Mariss
2. Februar 2006
In der Liebe sollten wir behutsam sein,
liebevoll und aufrichtig,
denn niemals liegen tiefe Zuneigung
und tiefe Verletzlichkeit so nah beieinander,
als wenn wir unser Herz öffnen.
Jochen Mariss
27. Januar 2006
Ich sitze in der U-Bahn. Mir gegenüber tut dies ein Mann, sichtlich vertieft in die Lektüre seiner Zeitung. Und hinter ihm und einer Plexiglasscheibe steht ein Artgenosse, nicht minder interessiert am Lesestoff meines Gegenübers. Wäre die Trennscheibe hoch genug, hätte ich behaupten können, er drückt sich die Nase an derselben platt.
Während ich noch mit einem leisen Lächeln bedaure, solche Augenblicke nicht per Kamera festhalten zu können, stiehlt sich ein kurzes Runzeln auf die Stirn des Neugierigen – mein Gegenüber hat umgeblättert.
Und jetzt ertappt die Neugiernase mich beim gedankenverlorenen Anstarren.
Wir grinsen uns beide an und schauen aus dem nachtdunklen Fenster.
Und von all dem bekommt der Zeitungsleser gar nix mit.
Genieße den Augenblick.
Rike
21. Januar 2006
Dann könnte ich mich ja gleich vor Herd und Topf setzen und wartend zusehen, bis das Wasser endlich kocht. Du kennst das bestimmt: Es dauert einfach ewig und man ist so in ungeduldige Langeweile gepackt …
Ich weiß: der Frühling kommt gewiss.
Und ich freue mich darauf!
Doch bis es soweit ist, kann ich ja noch den Winter genießen: über die Physik von Handschuhen nachdenken, die Wirkung von Gewürzen ertrinken, mich am flammenden Kerzenmeer sattsehen, mit den Zehen in dicken Ringelsocken wackeln, einen Schneeball schlachten, lesen bis zum Augenzufallen, das Kuschelmonster füttern, Gemütlichkeit tanken …
Winterwonnige Grüße
von Ulli